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12 Tipps: Nachhaltig leben und handeln im Alltag

Grundsätzlich geht Umweltschutz uns alle etwas an. Deshalb spenden wir auch einen Teil unserer Erlöse. Nachhaltig leben und handeln im Alltag kann dabei helfen, die Umwelt zu schützen und Ressourcen zu schonen. Mit unseren 12 Tipps wollen wir dir den Einstieg etwas erleichtern. Weiter unten findest du auch noch eine Infografik mit allen Tipps in Kurzfassung, die du dir einfach bei Pinterest abspeichern kannst.

1. Nutze Waschmittel & Shampoo ohne Mikroplastik

Mikroplastik in Kosmetikprodukten gelangt ins Abwasser und kann im Klärwerk nur bedingt gefiltert werden. Von dort aus gelangt es in Flüsse und Meere. Im Wasser bindet es Umweltgifte, gelangt in die Nahrungskette und deshalb auch später zurück zu uns. Die Risiken sind nur schwer abzuschätzen. Warum also eine Gefahr eingehen, die wir nicht im entferntesten abwägen können, wenn es doch Alternativen gibt. Achtet auf Duschgels und Shampoos mit der Aufschrift „enthält kein Mikroplastik“. Eine hervorragende Alternative ist aber weiterhin die gut alte Seife. Hier gibt es gute Produkte im Biomarkt. Denn es steht ja nirgendwo geschrieben, dass unsere Haut nur mit Duschgel gesäubert werden darf. Das Marketing der Konzerne hat hier über Jahre hinweg ganze Arbeit geleistet. Dabei ist Seife auf Dauer viel ergiebiger und produziert so gut wie keinen Verpackungsmüll.

3. Lass das Wasser beim Zähneputzen nicht weiterlaufen

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Viele tun es, aber so wirklich sinnvoll ist es nicht. Lässt man das Wasser beim Zähneputzen laufen, so verbraucht man in 5 Minuten 10-20 Liter Wasser. Das kann man sich und seinem Geldbeutel auch sparen. Also einfach mal kurz den Hahn zudrehen. Mehr als schöne Geräusche hat man vom laufenden Wasser ohnehin nicht. Und am besten mit kaltem Wasser die Zähne putzen. Denn das Erhitzen kostet zusätzlich Energie.

3. Trockne deine Wäsche an der frischen Luft und nicht im Trockner

Wusstet ihr, dass 10% des gesamten Stromverbrauches in deutschen Haushalten auf einen Wäschetrockner zurückfällt? Für einen Haushalt mit 2 Personen sind das ungefähr 80 Euro Stromkosten im Jahr. Zumindest in den Sommermonaten sollte man deshalb auf die gute alte Sonne zurückgreifen. Das dauert zumeist auch nicht länger als einen Tag und eine Nacht. Zusätzlich spart es viel Geld und Strom.

4. Kaufe vermehrt Lebensmittel aus der Region

Wir leben in einer globalisierten Welt. Auch Gemüse und Obst kommen teilweise von weit her nach Deutschland. Bananen, Kokos und Mangos sind mittlerweile auch hier zum Alltag geworden. Wer sich komplett regional ernähren möchte, muss sich heutzutage enorm stark einschränken. Denn selbst regional erhältliche Produkte kommen mittlerweile aus dem Ausland zu uns. Ein gutes Beispiel sind Äpfel aus Afrika. So schön die Globalisierung auch ist, kann es nicht schaden, lokale Betriebe und Sorten zu unterstützen. Mittlerweile gibt es in vielen Großstädten die Möglichkeit Gemüsekisten zu bestellen, die aus regionalem Anbau kommen. Durch regionale Gemüsekisten könnt ihr den Konsum importierter Waren deutlich reduzieren und den Anbau in der Region fördern. Diese Produkte sind zudem oftmals in Bio-Qualität.

5. Ersetze Plastikflaschen mit Flaschen aus Glas

Wasser aus Plastikflaschen ist überall erhältlich. Mittlerweile weiß man jedoch, dass sich Hormone und Chemikalien lösen und in das Trinkwasser gelangen können. Die Folgen sind aktuell noch nicht absehbar, da es keine Langzeitstudien gibt. Wer von Beginn an aus Glasflaschen setzt, geht zumindest kein gesundheitliches Risiko ein. Gleichzeitig sind Glasflaschen wiederverwendbar. Achtet speziell auf den eingravierten Begriff „Leihflasche“. Dieser weist darauf hin, dass die leeren Flaschen lokal gesäubert und für andere Betriebe verwendet werden. Dadurch entfallen lange Transportwege.

6. Friere Lebensmittel ein und wirf sie nicht weg

Pro Jahr und Person landen ungefähr 82 kg Lebensmittel in deutschen Mülltonnen. In Zeiten von hungernden Menschen weltweit ein gigantisches Unrecht, das sich jedoch vermeiden lässt. Schon beim Einkauf kann man Müll vermeiden, indem man nur für wenige Tage einkauft. Dadurch wird weniger schlecht und es landet effektiv weniger Essen im Müll. Und wenn doch einmal etwas übrig bleibt, dann kann man so gut wie alles einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen. Aus überreifem Obst kann man auf diese Weise beispielsweise leckeres Eis zaubern. Das gefrorene Obst dafür einfach mit etwas Pflanzenmilch in einer Küchenmaschine verarbeiten, bis es cremig ist. Auch Gemüse und Saucen lassen sich gut einfrieren. Sogar Brot lässt sich auf diese Weise problemlos haltbar machen. Dazu einfach einzelne Scheiben einfrieren und bei Bedarf auftauen.

7. Wenn du Papier druckst, drucke doppelseitig

244 kg an Papier verbraucht jeder Deutsche im Jahr. Ein Großteil davon dürfte auf Unternehmen zurückfallen, in denen auch mal gerne eine komplette Präsentation ausgedruckt wird. Nachhaltig ist das nicht, denn der größte Teil an Papier wird kurze Zeit später entsorgt. Wer unbedingt drucken muss, sollte deshalb auf einen doppelseitigen Druck setzen. Jeder gängige Drucker unterstützt diese Druckform. Dadurch lässt sich auf Dauer viel Papier und Geld sparen.

8. Ersetze alte Glühbirnen durch Energiesparlampen

Energiesparlampen können Strom deutlich effektiver in Licht umwandeln. Auf diese Weise lässt sich einiges an Geld einsparen. Hier sollte man auf LED-Lampen setzen. Denn herkömmliche Energiesparlampen enthalten Quecksilber, das bei Zerbrechen freigesetzt wird. Eine potenzielle Gefahr für sensible Wohnräume und Kinderzimmer. Denn mit Quecksilber ist nicht zu spaßen. Von daher solltet ihr direkt ein paar Euro mehr in LED-Lampen investieren und seid damit auf der sicheren Seite.

9. Unterstütze Anbieter von Ökostrom

Nachhaltig leben und handeln im Alltag hört auch beim Strom nicht auf. Der Strom aus der Steckdose ist zwar überall gleich, aber dennoch ist es sinnvoll, wenn man Anbieter für Ökostrom unterstützt. Denn dadurch wird die Entwicklung nachhaltiger Energiequellen gefördert und mehr Investitionen getätigt. Anbieter wie Greenpeace Energy und Naturstrom sind hier eine gute Wahl. Denn sie achten darauf, dass nur Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingespeist wird. Andere Anbieter dagegen beziehen noch einen großen Teil des Stroms aus herkömmlichen Energiequellen. Hier sollte man sich also gründlich informieren, damit der Wechsel auch wirklich Sinn macht.

10. Steht dein Kühlschrank auf der höchsten Stufe?

Im Kühlbereich sind 7 Grad ausreichend. Für den Tiefkühler sollten es -18 Grad sein. Viele Kühlschränke sind entsprechend zu kalt eingestellt und verbrauchen deutlich mehr Strom. Auch sollte man seinen Tiefkühler regelmäßig abtauen. Mehr als 1 cm Eisschicht sollten es nicht sein. Andernfalls wird die Kühlleistung ineffizient. Auch sollte bei der Wahl des Standortes direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Denn dadurch erhitzt sich der Kühlschrank nur unnötig.

11. Installiere einen Duschkopf der Wasser spart

Beim Duschen verschwenden wir in der Regel unnötig Wasser. Mit weniger würden wir wohl auch sauber werden. Ein wassersparender Duschkopf kann hier eine sinnvolle Investition sein. Während ein normaler Duschkopf etwas 15 Liter pro Minute ausgibt, sind es bei der Sparversion nur ungefähr 9 Liter pro Minute. Da macht sich der Anschaffungspreis schon nach wenigen 100 Durchvorgängigen schnell bezahlt.

12. Klebe ein „Keine Werbung“-Schild auf deinen Briefkasten

Pro Jahr landen ungefähr 33 kg an Werbung in unseren Mülleimern. Vieles davon ungelesen. Also eine gigantische Verschwendung an Ressourcen. Dieses Problem lässt sich aber relativ schnell lösen, indem man ein „Keine Werbung“ Schild auf seinen Briefkasten klebt. Das kann man auch ganz schnell selber basteln. Das spart nicht nur Müll, sondern auch Arbeit. Denn irgendwer muss den Müll ja auch entsorgen.

13. Entferne toxische Reinigungsmittel aus deinem Haushalt

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Viele Reinigungsmittel enthalten Mikroplastik. Mikroplastik wird in der Regel in Klärwerken nicht rausgefiltert und gelangt dadurch in unsere Flüsse und auch in die Meere. Dort wird Mikroplastik von Meerestieren aufgenommen und gelangt in die Nahrungskette. Die Folgen sind bisher noch nicht erforscht. Bis dahin wollen wir aber nicht warten und glauben, dass Mikroplastik so gut es geht aus dem Alltag verschwinden sollte. Essigessenz und Natron sind hier die deutlich besseren Alternativen. Sie sind günstig und reinigen ähnlich gut wie klassische Reinigungsmittel.

14. Installiere Steckerleisten um Strom zu sparen

Dies ist besonders sinnvoll, wenn man Geräte wie Computer, Fernseher, Spielekonsole usw. an einer Steckdose betreibt. Sind Computer und Fernseher ausgeschaltet, so ziehen weitere Geräte wie Drucker, Boxen, Konsole weiterhin Strom. Hier kann eine sogenannte Master-Slave-Steckdose Abhilfe leisten. Das Hauptgerät wird in einen markierten Steckplatz eingesteckt. Die Leiste erkennt nun, sobald das Hauptgerät keinen Strom mehr zieht und schaltet die anderen Geräte ebenfalls komplett ab.

15. Lass das Auto stehen und nutze Fahrrad, Bahn und Bus

Wer lange Strecken zur Arbeit zurücklegen muss, der kann eventuell auf ein Auto nicht verzichten. Wer dagegen nur kurze Wege zur Arbeit hat, der sollte lieber auf Bus, Bahn, oder Fahrrad zurückgreifen. Das spart Geld, Nerven und mit dem Fahrrad tut man seiner Gesundheit zusätzlich noch einen großen Gefallen. Gerade Sportmuffel können davon stark profitieren.

Fazit:

Nachhaltig leben und handeln im Alltag ist nicht immer ganz einfach. Doch es gibt viele Möglichkeiten damit Stück für Stück anzufangen. Dies ist nur ein kleiner Auszug, der dir den Einstieg zu mehr Nachhaltigkeit etwas erleichtern soll. Damit dir das Merken ein wenig leichter fällt, haben wir eine Infografik erstellt, die du dir bei Pinterest abspeichern kannst.

nachhaltig leben und handeln im Alltag. 15 Tipps für mehr Nachhaltigkeit. Go Green im Alltag

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