Nachhaltigkeit: Erklärung, Bedeutung & Definition

So oft der Begriff Nachhaltigkeit auch mittlerweile in den Medien verwendet wird, so schwierig ist eine allgemeingültige Definition.

Wusstest du, dass der Begriff Nachhaltigkeit seinen eigentlichen Ursprung in der Forstwirtschaft hat? Die Idee dahinter ist, dass nur so viele Bäume gefällt werden, wie nachwachsen können. Dadurch sichert man den Bestand der Bäume auch für zukünftige Generationen und beutet die Ressourcen unserer Wälder nicht unnötig aus. Das Gegenteil davon wäre, dass man ein Waldstück komplett abholzt und dann weiter zum nächsten zieht, ohne etwas für die Aufforstung der gerodeten Fläche zu tun.

Ähnliche Beispiele findet man auch in anderen Lebensbereichen wieder. So könnte man auch sagen, dass es nachhaltig ist von den Zinsen seiner Geldanlage zu leben. Oder von den Mieteinnahmen seiner Immobilien.

Wir möchten dir an dieser Stelle aber auch ein sehr negatives Beispiel vorstellen. Seit Jahren werden unsere Meere überfischt. Unabhängig davon, ob du eventuell vegan lebst, ist dieses Vorgehen auch für alle anderen Mitmenschen höchst dramatisch. Denn die Fischbestände haben kaum eine Möglichkeit, sich zu erholen.

Viele Fischsorten sind mittlerweile stark gefährdet. Zeitgleich wird das verbleibende Leben in unseren Weltmeeren von immer mehr Plastik bedroht. Als Lösung für die Überfischung wird seit vielen Jahren die Aquakultur angepriesen. Doch auch diese ist in den seltensten Fällen wirklich umweltfreundlich und nachhaltig. Pestizide verschmutzen das umliegende Gewässer und es werden Größtenteils Raubfische (z.B. Lachs) gezüchtet. Diese benötigen jedoch anderen Fisch zum überleben. Deshalb wird zum Teil auf andere Fischarten als Futter zurückgegriffen.

 

Die Idee der Nachhaltigkeit

Die oben genannten Beispiele haben dir den Begriff Nachhaltigkeit hoffentlich näher bringen können. Nachhaltigkeit ist die Idee davon, die heute lebenden Menschen auf unserem Planeten mit der Verantwortung für die Menschen von morgen zu konfrontieren. Der Mensch sollen dafür sensibilisiert werden, die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen sinnvoll zu gebrauchen. Auf diese Weise sollen auch unsere Kinder in den nächsten Jahren davon leben und profitieren können.

Als Erfinder der Nachhaltigkeit wird heute Carl von Carlowitz angesehen. Somit führt uns diese Begriff weit zurück in das barocke Sachsen. Dort veröffentlichte Carl von Carlowitz vor gut 300 Jahren seine Sylvicultura Oeconomica, die als erstes Werk der Forstwirtschaft gilt. Zu seiner Zeit gab es in ganz Europa zu wenig Holz, sodass die Wirtschaft stagnierte. So verschlang beispielsweise der sächsische Silberbergbau ganze Wälder. Das Holz benötigte man für den Betrieb der Schmelzhütten. Aufgrund des Mangels stiegen die Holzpreise rapide an und die Existenz der Minen war gefährdet.

Schon damals kritisierte Carl von Carlowitz die kurzsichtige Denkweise der Wirtschaft, die nur auf schnelle Gewinne ausgelegt war. Er zeigte auf, dass man mit dem Verkauf von Holz zwar schnell viel Geld verdienen könne, aber auf lange Sicht gesehen dieser Geldsegen zum erliegen käme, wenn erst einmal alle Wälder abgeholzt wären. Er pochte darauf, dass man mit den Ressourcen des Waldes pfleglich umginge, sodass sich die Baumbestände rechtzeitig wieder erholen könnten.

Außerdem schlug Carl von Carlowitz einige Maßnahmen vor, mit denen der Verbrauch an Holz eingeschränkt werden konnte. Dieser Katalog an Maßnahmen erstrecke sich von Wärmedämmung beim Hausbau, über energiesparende Schmelzöfen, bis hin zu planmäßiger Aufforstung gerodeter Flächen.

Für Unternehmen bedeutet Nachhaltigkeit auch heutzutage vor allem die gleichzeitige Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte. Dies umfasst auch faire Arbeitsbedingungen und Löhne für die Angestellten.

 

Nachhaltigkeit im Alltag

Sicher stellst du dir jetzt die Frage, wie du selbst im Alltag etwas nachhaltiger leben kannst. Das ist eigentlich ganz einfach und zu Beginn ist es absolut in Ordnung, wenn du dich langsam herantastest. Du kannst ganz einfach kleine Dinge in deinem Leben ändern.

Beispielsweise in dem du Stück für Stück Plastik aus deinem Badezimmer zu verbannst. Ersetze deine Zahnbürste aus Plastik beispielsweise durch eine aus Bambus. Denn Bambus ist nachhaltig und wächst sehr schnell. Gleichzeitig produzierst du keinen unnötigen Müll aus Plastik. Auch andere Hygieneartikel lassen sich durch Varianten ohne Plastik ersetzen. Beispielsweise Wattestäbchen für die Ohrreinigung.

Ein nächster Schritt könnte sein, Duschgels mit Mikroplastik auszusortieren. Wir von ECOMONKEY nutzen beispielsweise eine einfache Seife, die man für kleines Geld auch im Biomarkt bekommt. Gute Produkte brauchen auch keine aufwendige Verpackung. Viele Seifen bekommst du lose, oder in einer Pappschachtel. Und aus Erfahrung können wir sagen, dass diese Produkte hervorragend reinigen und recht ergiebig sind.

Beim Einkauf im Supermarkt sind Produkte mit Biosiegel die bestmögliche Wahl. Denn der Anbau erfolgt hier nachhaltig und ohne Einsatz von Pestiziden. Auf diese Weise wird der Boden und die Mikroorganismen darin geschont. Beim Kauf solltest du außerdem auf das Fairtrade-Siegel achten. Dieses Siegel zeigt dir, dass die Arbeiter auf den Feldern fair bezahlt und nicht ausgebeutet werden. Das Fairtrade-Siegel findest du oftmals auf Kaffee- und Teesorten, aber auch bei Schokoladen.

Beim Kauf von Gemüse solltest du unbedingt darauf achten, Produkte ohne Plastikverpackung zu kaufen. In normalen Supermärkten kann dies teilweise schwierig sein, da dort vor allem Bioprodukte oftmals in Plastik verpackt sind. Dies soll zur Unterscheidung dienen, damit Kunden das teurere Bioprodukt nicht zum Preis der konventionellen Ware erhalten. Mit dem Thema Nachhaltigkeit hat diese Logik aber leider wenig zu tun.

Ein Hofladen ist hier sicherlich die beste Lösung. Auf diese Weise unterstützt du zudem den regionalen Anbau. Aber auch im Biomarkt wirst du problemlos Waren ohne Plastik finden. Dort gibt es zudem Tüten aus Papier, mit denen du dein Gemüse wiegen und nach Hause transportieren kannst.

Auf dem Weg zur Arbeit könntest du öfter das Fahrrad, oder die Bahn nehmen, statt mit dem Auto zu fahren. Auf diese Weise schonst du die Umwelt, aber auch deinen Geldbeutel. Denn im Vergleich zum Auto ist das Fahrrad kostenlos und gleichzeitig tust du auch etwas Gutes für deine Gesundheit.

Brote, Brötchen und andere Gebäckstücke bekommst du in der Regel bei deinem Bäcker ohne Plastik. Im Vergleich zum in Plastik eingepackten Brot aus dem Supermarkt auch geschmacklich die bessere Wahl.

Mit diesen kleinen Schritten kannst du bereits deutlich nachhaltiger Leben. Weiter Vorschläge findest du hier und hier. Zudem habe ich dir einen großen Plastikfrei-Guide mit 70 Tipps erstellt, den du hier kostenlos nachlesen kannst.

Seit ungefähr 5 Jahren lebe ich größtenteils rein pflanzlich. Teilweise aus gesundheitlichen Gründen, aber auch deshalb, weil ich es für den richtigen Weg in Bezug auf die Umweltprobleme der heutigen Zeit halte. Seit einigen Jahren betreibe ich auch einen Blog, den ihr über www.veganisstgrün.de erreichen könnt. Mit ECOMONKEY möchte ich nachhaltige und vegane Produkte anbieten. Ein Teil der Einnahmen wird für wohltätige Zwecke gespendet. Auf diese Weise können wir direkt einen Beitrag zum Erhalt der Natur leisten.

2 Comments

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Wattestäbchen ohne Plastik? Gibt es sowas? | ECOMONKEY ECOMONKEYreply
9. Januar 2018 at 21:42

[…] bist du auf der Suche nach Wattestäbchen ohne Plastik. Aber bevor ich dir nachhaltige Alternativen aufzeige, sollten wir einmal gemeinsam schauen, ob Wattestäbchen für die Reinigung […]

Toilettenpapier ohne Plastik? Welche Möglichkeiten gibt es? ECOMONKEYreply
9. Januar 2018 at 22:01

[…] sehr gerne bei Pinterest pinnen. Auf diese Weise hilfst du dabei, noch mehr Leute für das Thema Nachhaltigkeit zu […]

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