Zahnputzgewohnheiten in anderen Kulturen

Zahnputzgewohnheiten in anderen Kulturen

Zahnputzgewohnheiten in anderen kulturen ecomonkey

Da putzt man sich über Jahrzehnte hinweg die Zähne mit Zahnpasta und Zahnbürste und so wirklich hat man sich noch nie Gedanken darüber gemacht, wie das mit dem Zähneputzen eigentlich in anderen Ländern und Kulturen aussieht. Zumindest ging es mir bisher so. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit habe ich mich deshalb einmal schlau gemacht und die bekanntesten Alternativen zur herkömmlichen Zahnbürste in diesem Artikel für dich aufgelistet.

 

Afrika & arabische Länder (Zahnbürstenbaum)

Könntest du dir vorstellen, deine Zähne mit einem Ast zu putzen? Klingt zunächst einmal sehr abwegig, hat in vielen afrikanischen Ländern aber eine lange Tradition. Dazu nimmt man die dünnen Zweige des Neembaumes. Das Ende des Zweiges wird mit einem Messer geschält und somit von der Rinde befreit. Im Anschluss wird das Holz solange zerkaut, bis sich Fasern bilden. Diese Fasern dienen, ähnlich wie die Borsten einer Zahnbürste, zur Reinigung der Zähne. Die beim Zerkauen freigesetzten Säfte wirken zusätzlich noch antibakteriell im Mund.

Ähnlich sieht die Zahnpflege in arabischen Ländern aus. Hier ist vor allem das Holz des Miswāk oder Siwāk sehr beliebt, der übrigens auch Zahnbürstenbaum genannt wird. Die ungefähr 20 cm langen Zweige werden ebenfalls an einem Ende so lange gekaut, bis sich eine Art Bürste bildet. Der Baum wächst vorrangig in den Wüsten Arabiens, Ostafrikas und Vorderasiens. Für die Reinigung wird übrigens weder Wasser noch Zahnpasta benötigt. Der Saft im Holz enthält bereits alle notwendigen Stoffe zum Schutz der Zähne. Unter anderem einen recht hohen Fluoridgehalt. Zudem kann der Zweig auch zur Reinigung der Zunge genutzt werden.

Die Zweige des Zahnbürstenbaumes sind mittlerweile auch in Deutschland erhältlich. Hier erhältliche Produkte stammen oftmals aus Pakistan und Umgebung.

 

Indien

Falls du schon einmal in Deutschland indisch essen warst, dann kennst du mit Sicherheit diese kleinen Gewürzschalen, die im Anschluss an das Essen gereicht werden. Diese enthalten unter Anderem Fenchel und Anis, weshalb viele sie nicht mögen. Zudem sind kleine Zuckerperlen enthalten. Die Gewürze sollen bei der Verdauung helfen. Für die Zahnpflege sind sie bedingt durch den Zucker allerdings weniger geeignet.

In Indien werden diese Gewürze aber auch zur Pflege der Zähne genutzt. Dann aber natürlich ohne Zucker, aber dafür mit zusätzlichen Koriandersamen. Dazu werden die Gewürze einfach zerkaut und nach einigen Minuten im Mund wieder ausgespuckt.

Zusätzlich ist die indische Küche reich an Kräutern und Heilpflanzen, die quasi in jedem Gericht vorkommen.

 

Russland, Tibet & Indien (Was ist Ölziehen?)

Ölziehen wird schon seit Ewigkeiten praktiziert. Auch hierzulande ist es relativ bekannt und wird beispielsweise gerne mit Kokosöl durchgeführt. Kokosöl bietet sich deshalb an, weil es im Vergleich zu anderen Ölen einen eher neutralen und angenehmen Geschmack hat. Der aktuelle Hype trägt aber mit Sicherheit ebenfalls dazu bei. Während das Kauen von Zweigen auch wissenschaftlich als hilfreich anerkannt wird, raten viele Ärzte vom Ölziehen eher ab. Wissenschaftliche Studien sind mir zu diesem Zeitpunkt auch nicht bekannt, die die angeblichen Vorteile bekräftigen würden.

Den Ursprung des Ölziehens findet man in Indien vor ungefähr 5.000 Jahren. Andere Quellen verweisen dagegen auf den tibetischen Raum. Eventuell haben sie alle ein wenig Recht. Beim Ölziehen wird der Mund mit pflanzlichen Ölen ausgespült. Dies soll den Mundraum von Bakterien befreien.

Auch in der russischen Volksmedizin ist Ölziehen mittlerweile recht beliebt, obwohl es traditionell nicht aus Russland kommt. Einzug in die Gesellschaft erlange das Ölziehen in den 1970er/80er Jahren im Zuge der wachsenden Begeisterung der Russen für Yoga und die damit verbundene Kultur.

 

China

Ein eher nicht so gutes Beispiel in Bezug auf Zähneputzen ist China. Und das obwohl dort mehr Bambus wächst, den man zu Zahnbürsten verarbeiten könnte, als sonst irgendwo auf der Welt. Die Regierung geht davon aus, dass nur etwa 50% der 900 Millionen Chinesen auf dem Land regelmäßig die Zähne putzen. In der Stadt sind es sogar nur 10% von 400 Millionen Bürgern. Da freuen sich zwar Karies und Baktus, aber die Zähne wohl weniger.

Ähnlich wie in Afrika und den arabischen Staaten greift man auf dem chinesischen Land gerne zu Zweigen, die immerhin umsonst und überall zu finden sind. Zusätzlich wird traditionell Grüner Tee als Mundwasser verwendet, was ebenfalls sehr preiswert ist.

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Seit ungefähr 5 Jahren lebe ich größtenteils rein pflanzlich. Teilweise aus gesundheitlichen Gründen, aber auch deshalb, weil ich es für den richtigen Weg in Bezug auf die Umweltprobleme der heutigen Zeit halte. Seit einigen Jahren betreibe ich auch einen Blog, den ihr über www.veganisstgrün.de erreichen könnt. Mit ECOMONKEY möchte ich nachhaltige und vegane Produkte anbieten. Ein Teil der Einnahmen wird für wohltätige Zwecke gespendet. Auf diese Weise können wir direkt einen Beitrag zum Erhalt der Natur leisten.

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