Kimchi selber machen vegan

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Kimchi erfreut sich bereits seit einigen Monaten einer stetig wachsenden Fangemeinde. Doch fertiges Kimchi gibt es meist nur im Asiamarkt, wo es teuer und in reichlich Plastik verpackt ist. Auch ist Kimchi in der Regel nicht vegan, da es mithilfe von Fischsauce und je nach Region auch mit Tintenfisch, oder rohen Fischfilets hergestellt wird. Deswegen möchte ich dir heute zeigen, wie du Kimchi seber machen kannst. Und zwar komplett vegan und ohne tierische Bestandteile. Die meisten Zutaten kannst du zudem auch komplett plastikfrei kaufen. Dadurch kannst du deinen Alltag wieder ein Stück plastikfreier gestalten.

 

Was ist Kimchi eigentlich?

Kimchi gehört in Korea zu jeder Mahlzeit als Beilage dazu. Erst vor wenigen Jahren wurde Kimchi von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Am ehesten könnte man Kimchi mit unserem heimischen Sauerkraut vergleichen. Denn zumindest die Herstellung ähnelt sich. Das Endergebnis schmeckt dagegen komplett anders.

Für Kimchi benötigst du in erster Linie ganz viel Chinakohl. Dieser wird mit anderen Gemüsesorten und einigen Gewürzen für ungefähr eine Woche fermentiert und somit haltbar gemacht. Früher, als es noch keine guten Kühlmöglichkeiten gab, war Kimchi eine perfekte Quelle für Vitamine im Winter. Also genau wie unser Sauerkraut.

Doch vorsicht, Kimchi ist nichts für schwache Nerven. Bei der Herstellung wird nämlich relativ viel Chili, Knoblauch und Ingwer verwendet. Entsprechend scharf ist das fertige Ferment. Doch auch hier ist es vorteilhaft Kimchi selber zu machen. Denn dadurch kannst du den Schärfegrad perfekt an deine Bedürfnisse anpassen.

 

Kimchi selber machen vegan: Die Zutatenliste

Für die Herstellung von Kimchi benötigst du die folgenden Zutaten. Normalerweise wird in Korea Gochugaru und kein Chilipulver verwendet. Da man Gochugaru aber nur in Plastik im Asiamarkt bekommt, halte ich Chili für die bessere Alternative. Außerdem bekommt man Chili mittlerweile so gut wie überall im Supermarkt. Da musst du halt nur schauen, dass du es irgendwo in Glas oder Papier bekommst. Den Rest bekommt man ohne Problem in Papier, oder komplett ohne Verpackung.

  • 350 Gramm Chinakohl
  • 2 Stück Möhren
  • 2 Stück Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Esslöffel Zucker
  • 2-3 Zentimeter Ingwer
  • 1/2 Esslöffel Chilipulver  (bei 1 Esslöffel wird es sehr scharf)
  • 4 Stück Knoblauchzehen
  • 3-4 Esslöffel Salz
  • Schraubgläser

 

Zutaten da? Dann ab in die Küche

  1. Den Chinakohl in ungefähr 2-3 cm lange Stücke zerteilen. Den Strunk in der Mitte solltest du vorher entfernen. Also erst einmal halbieren, Strunk entfernen und dann in Stücke verkleinern.
  2. Gib den Chinakohl zusammen mit dem Salz in eine Schüssel und bedecke ihn mit Wasser.
  3. Das Wasser sollte übrigens salzig schmecken. Den Kohl nun für 2-4 Stunden mit einem Teller beschweren. Alle Blätter sollten dabei mit Wasser bedeckt sein.
  4. Im Anschluss das Wasser abgießen, den Kohl kurz abwaschen und abtropfen lassen.
  5. Die Möhren und die Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden, oder hobeln. Den Ingwer reiben und den Knoblauch fein hacken. Vorher natürlich die Schale von Ingwer und Knoblauch entfernen. Bei Möhren stecken da viele Vitamine drin, also eher nicht entfernen, sondern einfach abwaschen.
  6. Gib nun alle Zutaten mit dem Kohl in eine große Schüssel.
  7. Ziehe dir nun unbedingt Handschuhe an (glaub mir, man bereut es sonst…) und verknete alle Zutaten für ungefähr 5-6 Minuten miteinander. Das restliche Wasser wird dabei aus dem Gemüse gezogen. Hier benötigst du einiges an Kraft. Warum die Handschuhe? Ich habe es einmal ohne gemacht und danach für viele Stunden Spaß am Chili gehabt. Das würde ich dir nicht empfehlen. Du kannst die Handschuhe ja abwaschen und immer wieder verwenden, wenn du das nächste Mal Kimchi machst.
  8. Danach ein sauberes, steriles Glas nehmen und den Kohl hineingeben. Um das Schraubglas steril zu machen, kannst du es mit kochendem Wasser ausspülen. Das vegane Kimchi feste andrücken und die komplette Flüssigkeit mit ins Glas geben.
  9. Das Glas nicht komplett zuschrauben und für 3-5 Tage bei Zimmertemperatur lagern. Dann verschrauben und für 5-7 Tage in den Kühlschrank geben. Hierdurch wird die Fermentation gestoppt. Jetzt kannst du das Kimchi verzehren, oder noch ein wenig im Kühlschrank stehen lassen. Der Geschmack wird dadurch noch etwas intensiver.

 

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kimchi selber machen vegan

Seit ungefähr 5 Jahren lebe ich größtenteils rein pflanzlich. Teilweise aus gesundheitlichen Gründen, aber auch deshalb, weil ich es für den richtigen Weg in Bezug auf die Umweltprobleme der heutigen Zeit halte. Seit einigen Jahren betreibe ich auch einen Blog, den ihr über www.veganisstgrün.de erreichen könnt. Mit ECOMONKEY möchte ich nachhaltige und vegane Produkte anbieten. Ein Teil der Einnahmen wird für wohltätige Zwecke gespendet. Auf diese Weise können wir direkt einen Beitrag zum Erhalt der Natur leisten.

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